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Donnerstag, 23. Januar 2014

It's Teatime

Das hört sich nach der britischen Teezeremonie an.

Genau! 
Und die möchte ich euch heute nahebringen. Aber nicht nur die Britische.
Das Wetter ist grau und regnerisch, als was kann man schöneres machen als eine gute Tasse Tee zu trinken. :o)

Überwiegend trinken die Briten schwarzen Tee.
Die Teeblätter werden in die Kanne gegeben und mit kochendem Wasser aufgebrüht.
 Da die Briten starken Tee lieben werden die Teeblätter nicht entfernt sondern sie lassen diese oftmals weiterziehen.
Das ist auch der Grund, warum manchmal heißes Wasser dazu gereicht wird.
 Um den Tee gegebenenfalls zu verdünnen.
 In meinem Fall wäre das nötig, da ich starken schwarzen Tee nicht so gerne mag. :o)
Ich weiß, ich bin ein ...... :o)
Und nun die Frage aller Fragen! Mit Milch oder ohne?
Wenn mit Milch, erst die Milch oder erst der Tee?
OK, die erste Frage lässt sich noch leicht beantworten! Reine Geschmackssache!
Die zweite Frage ist da schon ein bisschen kniffliger.
"Mif ", wie die Briten sagen, also Milk in first oder "Tif", in diesem Fall Tea in first ist unter den Briten ein Streitthema. 
Ich werde das jetzt mal von meiner Perspektive aus beantworten. 
"Mif" könnte wichtig sein, wenn ihr ganz feines Porzellan benutzt.
 Denn bei kochend heißem Wasser ist die eine oder andere Tasse auch schon mal kaputtgegangen!
Tif finde ich persönlich immer zu schön!
 Wenn man den Löffel Sahne in den Tee gibt und sich ein kleines "Wölkchen" bildet und größer und größer wird bis sie die ganze Tasse einnimmt.
 Das sieht einfach zu schön aus. 
Am Geschmack ändert das nichts!


Wichtig, und zwar ganz wichtig!!!!! :o) :o)
Zumindestens für mich!
Ich brauche einen Keks dabei. :o) Oder auch ein bisschen mehr! :o)
 Die Briten bevorzugen Shortbreads oder Scones mit clotted Creme und Konfitüre.

Und dann gibt es ja noch die Ostfriesen. Ein sehr nettes unkompliziertes Völkchen :o)
Sehr gastfreundlich und ich liebe den Humor der Ostfriesen.
Also die Ostfriesen zelebrieren das Teetrinken!
Als ich zum Tee eingeladen wurde, hatte ich nicht schlecht gestaunt mit welch' einer Zeromonie ich es in Ostfriesland zu tun hatte. 
Also!
 Erst wird die Teekanne mit kochendem Wasser gefüllt, um sie zu erwärmen. 
Dann gibt man den "Ostfriesentee" (eine Mischung aus bis zu 10 Schwarzteesorten) in die Kanne und gießt sie, mit nicht mehr kochendem Wasser, halb voll. 
Nun 4 Minuten ziehen lassen und die Kanne jetzt erst voll füllen. 
Wenn ihr glaubt das war's! Falsch!
Nun kommt ein Stück weißer oder brauner Kandis (heißt übrigens in Ostfriesland Kluntje) in die Tasse und der Tee wird draufgegossen.
Der Kandis fängt dann an zu knacken.
Und zum Schluss kommt ein kleiner Löffel Sahne in den Tee.
So entsteht das perfekte Sahnewölkchen. :o)
Und jetzt ganz wichtig! Nicht umrühren!
Man trinkt erst den herben Tee, dann die milde der Sahne und zum Schluss die Süße des Kandis, der oft noch für eine 2. oder 3. Tasse Tee reicht (die übrigens sowieso angeboten werden) :o)
Vorsicht!
Wer seinen Tee lieber verrühren möchte, sollte darauf achten, dass der Kandis nicht zu groß ist.
Beim Verrühren löst sich mehr Süße und der Tee könnte zu süß werden!
Ach, stimmt ja! Die Kuchenwahl! :o)
Typisch am Norden ist rote Grütze, also empfehle ich als Kuchenbeilage entweder Waffeln mit Sahne und roter Grütze oder für den Sonntagskuchen einen Käsekuchen mit roter Grütze. Das Rezept werde ich demnächst posten.
                                                                          

So! Ich hoffe, ich konnte euch das Teetrinken etwas näherbringen. :o)


Die allerliebsten Grüße eure Kerstin

   
  

1 Kommentar:

  1. Eine chinesische Weisheit besagt, dass man den Tee trinkt, damit man den Lärm der Welt vergisst.

    VG
    Rosi von https://www.teaworld.de/tee/celestial-seasonings-tee.html

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